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Königsklasse Schwarz-Weiß

Früh raus

Die Nacht war kurz. Durch den Lightpainting-Workshop am Vorabend ging es erst spät ins Bett. Es ging aber am nächsten Morgen um 9:00Uhr direkt mit dem nächsten Workshop weiter. Also musste, trotz Urlaub, ein Wecker gestellt werden, damit ich wenigstens in Ruhe frühstücken kann. Der Workshop selbst fand im Max-Hünten-Haus statt. Das war diesmal ein kürzer Fußmarsch. Nach 700 m und vorherigem Zwischenstopp beim Bäcker war ich schon angekommen. Eine Teilnehmerin vom Vorabend war ebenfalls wieder mit im Kurs, wie schön. 

Workshop

 

Auch hier ging es los mit einer Vorstellungsrunde. Warum schwarz-weiß? Was erwartest du von diesem Kurs? Hattet Ihr schon Berührungspunkte mit schwarz-weiß-Fotografie? Es ist sehr spannend, wie unterschiedlich die Fotografie-Kenntnisse und Vorlieben bei den einzelnen Teilnehmern sind. Wir saßen im Seminarraum des Max-Hünten-Hauses. Es gab eine ganze Reihe PC’s die dort standardmäßig aufgebaut sind. Da ich wusste, dass sich im Workshop auch intensiv um die Bildbearbeitung gekümmert wird, habe ich meinen eigenen Laptop dabei gehabt. Das hat die Sache deutlich vereinfacht, wenn man seine eigenen „Werkzeuge“ nutzt.

Maike Jarsetz, unsere heutige Kursleiterin, hat uns dann in die Thematik Schwarz-Weiß eingeführt. Für mich eine neue Erkenntnis war: Fotografiert in Farbe. Stellt eure Kamera nicht auf Schwarz-Weiß-Vorschau ein. Nachdem sie uns ein paar Beispiele gezeigt hat, war es mir klarer. Wir haben zusammen mit Maike überlegt, ob ein von ihr gezeigtes Farb-Bild ein gutes Schwarz-Weiß-Bild sein kann oder nicht. Die unterschiedlichen Kontraste, Lichter oder Strukturen in einzelnen Bildern sind hier ausschlaggebend. Das war eine gute Zusammenfassung. Im Anschluss haben wir den Vormittag damit verbracht, Bilder zu machen. Wir sind mit geschultem Auge durch den Hafen, durch die Stadt oder zum Strand gelaufen.  

Die Bildbearbeitung

Mit unseren eigenen, eingesammelten Ergebnissen ging es dann den zweiten Teil des Tages um die Bildbearbeitung. Zunächst habe ich die Bilder alle importiert. Danach wurde aussortiert. Wir sollten uns auf 3–5 Bilder beschränken, die wir detailliert bearbeiten wollen. Ich wusste ja, dass die anderen Bilder später noch für mich da sind und konnte mich trotzdem nur schwer für eine kleine Zahl einschränken. Nachdem wir die Bilder dann ausgesucht hatten, haben wir Schritt für Schritt die Bearbeitungen vorgenommen. Tonwert-Ausgleich und etwas an der Klarheit gezupft und erst dann im schwarz-weiß weiter herausgearbeitet. Wir haben uns mit den Gradationskurven und Masken beschäftigt, um auch das letzte bisschen Kontrast aus den Bildern herauszukitzeln. 

Am Ende dann wieder zwei Bilder für die Bilderflut herausgesucht und abgegeben. Das war ein schönes und auch befriedigendes Gefühl die Tagesergebnisse abends am Strand auf der großen Leinwand zu sehen. 

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